Martin Häußermann (vm) - 29. April 2014, 17:38 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Opel: Mit dem Vivaro auf die Überholspur
Opel hat Großes vor.
Die Weltpremiere auf der britischen Nutzfahrzeugmesse "Commercial Motor Show" kommt nicht von ungefähr: Schließlich wird der Vivaro, der auf der britischen Insel unter der Marke Vauxhall verkauft wird, auch im Vereinigten Königreich gebaut. 2013 verließen rund 44 000 Vivaros das Werk in Luton, Ende 2014 will der Hersteller zwischen 50 000 und 55 000 Exemplare des leichten Transporters gebaut haben.
Der neue Vivaro wird mit dem gleichen Radstand in zwei Karosserielängen (4 998 Millimeter und 5 398 Millimeter) mit zwei Dachhöhen sowie vier Varianten (Kastenwagen, Kombi, Doppelkabine, Plattformfahrgestell) lieferbar sein. Die vorwiegend gewerblich genutzten Modelle werden voraussichtlich im August 2014 zu den Händlern rollen. Eine komfortablere Variante, vergleichbar dem VW Multivan, soll im Herbst nachgeschoben werden. Die Preise für den Vivaro der zweiten Generation liegen noch nicht fest. Laut Opel-Presseabteilung soll er nicht nennenswert teurer werden als sein Vorgänger, dessen Einstiegspreis derzeit bei 27 300 Euro liegt.
Der Vivaro-Kunde hat die Wahl zwischen vier verschiedenen komplett neuen Dieseltriebwerken, die alle 1,6 Liter Hubraum haben und die Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Den Einstieg bilden zwei Turbomotoren mit 66 kW/90 PS und 85 kW/115 PS. Wer mehr Leistung wünscht, wählt unter den beiden Bi-TRurbo-Motoren mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Alle Aggregate stammen übrigens von Kooperationspartner Renault, der den Transporter in Frankreich baut und als Trafic auf den Markt bringt.
Alle Motorenvarianten werden mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe geliefert, über ein Automatikgetriebe oder ein automatisiertes Schaltgetriebe denkt Opel derzeit nach, beschlossen ist aber noch nichts. ESP sind bei dem Frontriebler serienmäßig, dazu kommen weitere elektronische Hilfen wie Brems-Assistent, Berganfahr-Assistent oder die "Roll Over Mitigation", die einen drohenden Überschlag verhindern soll. Eine Allradversion ist nicht vorgesehen.
Wie viele Wettbewerber verpasste auch Opel dem leichten Transporter eine Pkw-ähnliche Anmutung - innen wie außen. Für die kommerziellen Nutzer ist das Längenwachstum sicher willkommen. Bei einer ersten Sitzprobe gefielen der ergonomisch gestaltete Fahrerplatz und die gute Rundumsicht. Ein pfiffiges Detail ist der konvex geformte Spiegel auf der Innenseite der Beifahrersonnenblende, der bei einer entsprechenden Einstellung den toten Winkel eliminiert. Serienmäßig sind unter anderem auch ein Radio mit Bluetooth-Kompatibilität und USB-Anschluss, Bordcomputer, Fahrersitz mit Armlehne und Lendenwirbelunterstützung und elektrische Fensterheber. Optional sind auch ein integriertes Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Bildschirm sowie Halter für Smartphones und Tabletcomputer, die auch Navigationsaufgaben übernehmen können.
Martin Häußermann
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