Ralf Loweg (vm) - 29. April 2014, 12:56 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Wahnsinn im Auto: 22 SMS in 20 Kilometern
Zur tödlichen Gefahr kann die ständige Mobilität für Autofahrer werden.
Schlimme Beispiele gibt es aber auch aus Deutschland: Bei Herdecke in Nordrhein-Westfalen starb eine 21-Jährige, weil sie
während der Fahrt eine Mitteilung über den Kurznachrichtendienst WhatsApp ansah und dabei in den Gegenverkehr geriet. Am Kreuz Köln-Ost raste eine 24-Jährige ungebremst in ein Stauende. Auf dem Schoß der Toten fanden Polizeibeamte ein Mobiltelefon mit den ersten Worten einer noch nicht abgeschickten SMS.
Die Kurznachrichten-Kommunikation im Auto nimmt immer stärker zu und damit auch die Gefahr schwerer Unfälle. In einer Allianz-Studie bestätigen 30 Prozent der Autofahrer das Lesen, 20 Prozent das Schreiben von SMS am Steuer. "Das ist ein sehr gefährlicher Trend", sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Nachrichten schreiben im Auto sei noch riskanter als telefonieren, weil der Blick komplett von der Straße genommen wird. Wer bei 100 km/h nur zwei Sekunden auf sein Handy schaut, legt mehr als 50 Meter im "Blindflug" zurück, erklären die Experten.
Das Bußgeld für Handy-Verstöße wird nach der Punktereform jetzt von 40 Euro auf 60 Euro angehoben. Das dürfte aber vor allem die Facebook-Generation nicht vom SMS-Schreiben im Auto abhalten. Und: Im Gegensatz zum Telefonieren im Auto ist das Verfassen von Kurznachrichten auf Hüfthöhe nur schwer zu sehen und damit zu beweisen. Das heißt: Die Dunkelziffer bei derartigen Verstößen ist extrem hoch, wie Polizeibeamte betonen.
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