Wolfgang Pester (vm) - 11. April 2014, 14:48 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
E-Mobil: RWE macht US-Ladestationen schlau
RWE elektrisiert Kalifornien: Im Rahmen eines Großversuchs installierten Experten der RWE Deutschland-Gruppe 26 Ladepunkte für Elektroautos in Kalifornien.
Gemeinsam mit Daimler testet RWE in San Diego erstmals in großem Umfang eine neue, international genormte Form der Datenkommunikation (ISO/IEC 15118). Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge muss intelligent kommunizieren und steuern können und RWE zählt sich mit seinen Ladelösungen zu den Vorreitern. An den Campus-Ladesäulen hängen nun Smart Fortwo Electric Drive von Daimler am Stecker.
Die Universität von San Diego, auf deren Gelände 45 000 Menschen leben und arbeiten, erzeugt 90 Prozent der von ihr benötigten Energie selbst. Um die Strombereitstellung flexibel, effizient und versorgungssicher zu organisieren und auf den Strombedarf abstellen zu können, ist ein sogenanntes Smart-Grid (intelligentes Stromnetz) erforderlich. Die optimale Steuerung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch lässt sich nur durch den gezielten Einsatz neuester Technologien realisieren.
E-Autos spielen bei den Smart-Grids eine wichtige Rolle: Sie können gezielt dann aufgeladen werden, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen verfügbar ist. Und sie können ihre Ladung unterbrechen, sofern die Energie an anderer Stelle dringender gebraucht wird. Der dazu erforderliche Datenaustausch zwischen E-Auto, Ladestationen und Campus-Stromnetz wird nun für drei Jahre im Alltag getestet und weiterentwickelt.
Der US-Bundesstaat Kalifornien hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 2020 sollen eine Million emissionsfreie Fahrzeuge auf seinen Straßen rollen, 2025 sogar 1,5 Millionen. Der Pilotversuch in San Diego wird als wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin gesehen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Wolfgang Pester (vm) am 11.04.2014, 14:48 Uhr veröffentlicht.
