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Ralf Loweg (vm) - 7. April 2014, 13:14 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER

Nürburgring: BMW geht ein Licht auf

Es gibt im Motorsport kaum etwas anstrengenderes als ein 24-Stunden-Rennen.

Es gibt im Motorsport kaum etwas anstrengenderes als ein 24-Stunden-Rennen. Mensch und Material gehen dort an die Grenzen - und das rund um die Uhr. Vor allem in der Nacht ist das Risiko enorm, immer wieder kommt es im Dunkeln zu schweren Unfällen. Die Fahrer müssen besonders aufmerksam sein und den Durchblick behalten. Da spielt die richtige Beleuchtung der Rennautos eine entscheidende Rolle. Deshalb setzt BMW jetzt als erster Hersteller überhaupt beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife vom 19. bis 22. Juni 2014 auf Laserlicht-Technik.

Die vier BMW Z4 GT3 der BMW Sports Trophy Teams Schubert und Marc VDS werden mit diesen neuen Scheinwerfen an den Start gehen. Wieder einmal testet der Motorsport eine neue Technik unter extremen Bedingungen, bevor sie dann in die Serie kommt. Denn ähnlich ausgerüstet wie bei den Rennautos wird das Laserlicht ab Herbst auch für den BMW i8 erhältlich sein.

"Es kommt nicht von ungefähr, dass wir die neue Laserlicht-Technologie erstmals auf der Nürburgring-Nordschleife einsetzen", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. "Seit jeher spielt diese Strecke bei der Entwicklung von BMW-Automobilen und Rennwagen als anspruchsvolles Testlabor eine wichtige Rolle." Marquardt spricht schon jetzt von einem Meilenstein. Gerade beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife seien die Laser-Scheinwerfer ein "erheblicher Sicherheitsfaktor".

Die Idee, eine neue Generation von Scheinwerfern auf Basis der Laser-Technik zu entwickeln, reicht bei BMW bis in das Jahr 2009 zurück. Zwei Jahre später startete die Serienentwicklung des BMW-Laserlichts, sodass der BMW i8 Concept auf der IAA in Frankfurt 2011 bereits mit Laser-Scheinwerfern präsentiert werden konnte. Seit Mitte 2013 arbeiten die BMW-Lichtexperten mit den Motorsport-Ingenieuren zusammen, um die neue Technik auch für den Einsatz auf der Rennstrecke zu nutzen.

Einige interessante Angaben hat BMW schon jetzt parat: Durch den Einsatz des neuen Laserlichts erhöht sich die Fernlicht-Reichweite beim BMW i8 auf etwa 600 Meter. Zugleich sinkt der Strombedarf um etwa 30 Prozent. Den größten Nutzen auf der Rennstrecke bringen den Fahrern im BMW Z4 GT3 "die perfekte Ausleuchtung der Fahrbahn" und die individuelle Einstellbarkeit der Scheinwerfer.

Die Laserdioden sind um das Zehnfache kleiner als konventionelle Leuchtdioden und tragen so dazu bei, sowohl Bauraum im Scheinwerfer als auch Gewicht zu sparen, erklären die BMW-Experten. Dies werde durch die höhere Leuchtdichte der neu entwickelten Laserlichtquellen ermöglicht. Und so funktioniert die Technik: Mehrere Hochleistungs-Laserdioden strahlen stark gebündelt über spezielle Optiken auf einen Phosphor-Leuchtstoff innerhalb des Scheinwerfers. Dieser Leuchtstoff wandelt die Strahlen in ein leuchtstarkes weißes und tageslichtähnliches Licht um, das die Sicht der Fahrer bei Dunkelheit verbessert. Im Vergleich zu den bisher im BMW Z4 GT3 genutzten Xenon-Scheinwerfern konnte die Helligkeit nach BMW-Angaben um mehr als 40 Prozent erhöht werden: Da geht bald nicht nur den Rennfahrern ein Licht auf.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Ralf Loweg (vm) am 07.04.2014, 13:14 Uhr veröffentlicht.