Wolfgang Peters (vm) - 26. März 2014, 13:29 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
100 Millionen Bosch-ESP senken Unfallzahlen
.
Bereits heute sind 78 Prozent aller neu produzierten Pkw und leichter Nutzfahrzeuge in Europa mit dem elektronisch gesteuerten Schleuderschutz ausgerüstet. Seit dem Start der Serienproduktion 1995 hat Bosch nach eigenen Angaben 100 Millionen ESP-Systeme gefertigt und ausgeliefert. Das Elektronische Stabilitäts-Programm arbeitet mit dem ABS zusammen und ist die Basis für zahlreiche, neu entwickelte Assistenzsysteme im Auto. Es greift über die Bremsen bei Schleudergefahr in die Dynamik des Fahrzeugs ein und stabilisiert es durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder in den Grenzen der physikalischen Möglichkeiten.
Dadurch lassen sich nach Experten-Einschätzung bis zu 80 Prozent der häufig besonders schwer verlaufenden Schleuderunfälle verhindern. Allein im Jahr 2011 konnten laut GIDAS-Datenbank auf deutschen Straßen 540 Menschenleben durch das Eingreifen von ESP gerettet werden. Seit dem ersten Einsatz von ESP in der Mercedes S-Klasse 1995 hat Bosch bis zum Jahr 2010 insgesamt 50 Millionen ESP-Systeme gefertigt. Die Steigerung der Produktionszahlen mit Fertigungsstätten in weltweit sieben Ländern hat diese Zahl bis 2014 verdoppelt.
Technisch wurde das ESP der ersten Stunde vor allem mit verfeinerter Sensorik und Elektronik sowie geringerem Gewicht und niedrigerem Preis weiter entwickelt. Die erste ESP-Generation wog 4,3 Kilogramm, die aktuelle Generation 9 bringt in ihrer Basisversion nur noch 1,6 Kilo auf die Waage. Neue Bosch-Entwicklungen machen das ESP tauglich für das autonome Fahren.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Wolfgang Peters (vm) am 26.03.2014, 13:29 Uhr veröffentlicht.
