Wolfgang Pester (vm) - 11. März 2014, 16:16 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Magnete halten Pkw sicher in Position
Als ein Pionier in der Fahrzeugsicherheit gilt Volvo.
Für Volvo ist die Technik wichtig, auch im Zusammenhang mit dem groß angelegten Pilotprojekt zum autonomen Fahren, das auf öffentlichen Straßen in und um Göteborg unter Alltagsbedingungen läuft, wo sich Volvo mit 100 selbstfahrenden Autos engagiert. Für das autonome Fahren ist die exakte und zuverlässige Positionierung des Pkw auf der Straße unverzichtbar. "Es ist zwar möglich, selbstfahrende Autos einzuführen, ohne Änderungen an der Infrastruktur vorzunehmen", erklärt Jonas Ekmark, der bei Volvo die Arbeiten zur vorbeugenden Sicherheit leitet: "Aber die neue Technik verschafft uns zusätzliche interessante Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise auch Fahrbahnmarkierungen mit Magneten ergänzen."
Die zuverlässige und exakte Positionsbestimmung ist eines der zentralen Themen in der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. Während etablierte Ortungstechniken wie GPS und Kameras unter widrigen Bedingungen an ihre Grenzen stoßen, bleiben in die Fahrbahn integrierte Magnete von physischen Hindernissen und schlechten Wetterbedingungen unbeeinträchtigt. So werden die Magnete zu unsichtbaren Schienen und einer präzisen Positionsbestimmung mit einer Abweichung von unter zehn Zentimetern.
"Mit einem groß angelegten Einbau von Fahrbahnmagneten könnten wir das schwedische Ziel untermauern, auf dem Gebiet nachhaltiger Mobilität eine Pionier-Rolle einzunehmen", sagt Claes Tingvall, Direktor Verkehrssicherheit bei Trafikverket. Für ihn zeigen die Testergebnisse deutlich das Potenzial zur Erhöhung der Sicherheit und die Vorteile für die Entwicklung von autonom fahrenden Fahrzeugen.
Für das Magnet-Fahrbahn-Projekt errichteten die Forscher von Volvo auf dem firmeneigenen Testgelände in Hällered bei Göteborg eine 100 Meter lange Versuchsstrecke. Bei ihr befinden sich 200 Millimeter unter der Fahrbahnoberfläche Magnete mit einer Oberfläche von 40 Millimeter mal 15 Millimeter, während das Testfahrzeug mit mehreren Magnetfeldsensoren ausgerüstet wurde. Untersucht wurden die Reichweite der Magneterkennung sowie Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Kosten und die Auswirkungen auf die Instandhaltung der Straßen.
"Nach unseren bisherigen Erfahrungen sind die Magnete eine effiziente, zuverlässige und vergleichsweise günstige Lösung im Hinblick auf die Infrastruktur wie auch auf die Sensortechnik im Fahrzeug", sagt Ekmark. Als nächster Schritt seien Tests im normalen Verkehr vorgesehen.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Wolfgang Pester (vm) am 11.03.2014, 16:16 Uhr veröffentlicht.
