Lars Wallerang (vm) - 6. März 2014, 11:27 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
"Dicke" Räder jetzt auch mit Elektromotor
Sie liegen voll im Trend, die Fahrräder mit Elektromotor.
Doch Elektrorad ist nicht gleich Elektrorad: Es gibt zwischen ihnen große Unterschiede. Zunächst sind die Antriebe unterschiedlich stark: Die einfachen sogenannten "Pedelecs" unterstützen den Fahrer nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h elektrisch. Wer schneller vorankommen will, muss schon Muskelkraft einsetzen oder mit einem Pedelec der Schweizer Klasse fahren, dessen Elektroantrieb dem Fahrrad eine rein elektrisch generierte Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h beschert. Beim "E-Bike" wiederum ist es so, dass gar nicht erst in die Pedale getreten werden muss. Der Fahrer kann sie fahren wie ein Elektro-Mofa, braucht allerdings auch mindestens einen Mofa-Führerschein.
Doch über die Mannigfaltigkeit der Antriebe hinaus gibt es noch allerhand Design-Varianten. Jüngst gab es Zuwachs bei der Palette der E-Mountainbikes: So wird die junge Trend-Gattung "Fatbike" (Mountainbikes mit bis zu fünf Zoll breiten Reifen für Sand, Schotter, Matsch und Schnee) bereits elektrifiziert. Beispielsweise ist das neue "Lebowsk-e" des Herstellers Felt laut Hersteller das weltweit erste mit einem Bosch-Antrieb ausgestattete Pedelec-Fatbike. Fatbikes seien ideal, um sie mit einem Motor zu versehen, erklärt Stefan Scheitz von Felt Deutschland. Im Winter müsse der Radfahrer das Schwitzen vermeiden, um nicht auszukühlen; der Motor filtere Belastungsspitzen heraus und erlaube so das stetige Radeln im Wohlfühlbereich.
Zu den bekannten Namen unter den Pedelec-Herstellern gehört der schweizerische E-Spezialist Flyer. Er gilt als Pionier des modernen Pedelecs und sein "C-Flyer" laut Branchenkennern als Inbegriff des Alltags-E-Bikes. 2014 erhält der C-Flyer zum Preis ab 2 890 Euro ein Facelift samt neuem Panasonic-Antrieb mit 36 Volt Spannung. Auch bei Flyer werden jetzt Räder mit Bosch-Motoren angeboten, die "B-Serie" ab 2 890 Euro ist auch in der rasanteren 45 km/h-Version erhältlich.
Ein Beispiel dafür, dass mit der zunehmenden Vielfalt unter den Pedelec-Modellen das Design eine immer wichtigere Rolle spielt, ist das komplett überarbeitete "E-Lement" für 2 799 Euro des niederländischen Herstellers Koga. Funktionalität, Integration und Design sind ausgewogen umgesetzt. "Bei der Entwicklung unserer E-Bikes liegt uns der Erhalt der typischen Fahrradoptik besonders am Herzen", sagt Anke Namendorf von Koga. Beim E-Lement sei es gelungen, den Antrieb noch dezenter ins Rahmendesign zu integrieren.
Lars Wallerang
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