Ralf Awitt (vm) - 21. Februar 2014, 11:54 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Weniger Autoverkäufe wegen Carsharing (erweiterte Fassung)
Carsharing-Dienste sind im Trend.
Der deutsche Carsharing-Bundesverband schätzt, dass ein Mietauto bis zu acht Fahrzeuge ersetzt, andere Umfragen rechnen mit bis zu 15 Neuwagen. Die Autoindustrie ignoriere diesen Trend, sagt Mark Wakefield, bei Alix Partners verantwortlich für den US-Markt. "Die Auswirkungen auf den traditionellen Automobilmarkt könnten verheerend sein", so der Experte.
Demnach werden in den nächsten sieben Jahren als Folge des Carsharing-Booms in den USA 1,2 Millionen Autos weniger verkauft.
Für ihre Studie befragten die Experten Nutzer von Carsharing-Flotten und repräsentative Autofahrer in den zehn wichtigsten amerikanischen Großstädten mit Carsharing-Flotten. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie wegen Carsharing auf einen Autokauf verzichtet haben, knapp die Hälfte will auch künftig kein Auto kaufen. Vor allem jüngere Menschen verzichten demnach auf ein eigenes Auto und überraschend viele Haushalte mit Kindern. Sharing-Nutzer schätzen den schnellen Zugang zu den Mietwagen, den Komfort und die Wirtschaftlichkeit. Umweltschutz, der oft als Hauptgrund für Carsharing gilt, wurde an hinterer Stelle genannt.
Für dieses Jahr rechnet das Internetportal http://www.carsharing-vergleich.de damit, dass eine Million Menschen in Deutschland Carsharing-Erfahrungen gemacht haben. Im vergangenen Jahr hat sich die Menge der Carsharing-Nutzer nach Angaben der Internetplattform um 76,26 Prozent auf 453 000 Menschen erhöht. Dafür gibt es gute Gründe: In immer mehr Städten gibt es den zeitweisen Zugriff auf Fahrzeuge und bei konsequentem Verzicht auf ein eigenes Auto können im Monat bis zu 650 Euro gespart werden.
Awitt/Peters
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