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Ralf Loweg (vm) - 17. Februar 2014, 14:14 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Studie: Radfahrer oft selbst schuld

Immer diese Radfahrer: Was einst als lustiger Film mit Komiker-Legende Heinz Erhardt über die Bildschirme flimmerte, ist in der Statistik traurige Wirklichkeit.

Immer diese Radfahrer: Was einst als lustiger Film mit Komiker-Legende Heinz Erhardt über die Bildschirme flimmerte, ist in der Statistik traurige Wirklichkeit. Denn die Zahlen sagen: Radfahrer, die nach einem Unfall im Krankenhaus behandelt werden, sind meist alleine verunglückt. Das geht aus einer Studie hervor, die jetzt vom "British Medical Journal" veröffentlicht wurde. Je nach Land und Untersuchungskollektiv haben danach zwischen 60 und 90 Prozent der in Krankenhäusern behandelten Radfahrer keine Unfallgegner.

Aus Deutschland fließen Daten von zwei Städten in die Studie ein: In Münster sind 72 Prozent und in Göttingen 60 Prozent sogenannte "Alleinunfälle". Für die Studie sind in 18 Ländern mehr als 200 000 in Krankenhäusern und medizinischen Ambulanzen behandelte Radfahrer erfasst worden. Ein weiteres Ergebnis: In Städten oder Regionen, in denen viel Rad gefahren wird, gibt es nicht zwangsläufig mehr Alleinunfälle.

Bei den getöteten Radfahrern ist die Rate der Alleinunfälle allerdings deutlich geringer: fünf bis 30 Prozent. Hier ist erfahrungsgemäß auch die Dunkelziffer deutlich niedriger, weil tödliche Verkehrsunfälle in der Regel polizeilich erfasst werden.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 17.02.2014, 14:14 Uhr veröffentlicht.