ALLRAD-NEWS

Ralf Loweg (vm) - 29. Januar 2014, 14:14 Uhr - 4x4 Allrad NEWS

Vorwurf: Im ADAC-Rettungsflieger in den Urlaub

Fast jeden Tag kommen neue Enthüllungen beim ADAC ans Licht.

Fast jeden Tag kommen neue Enthüllungen beim ADAC ans Licht. So soll die frühere Geschäftsführerin der ADAC-Service-Gesellschaft ihren Sohn und dessen Freund im August 2012 in einem ADAC-Rettungsflieger in den Urlaub nach Ägypten geschickt haben. Beide hatten den Abflug verpasst. Die Managerin, zu deren Aufgaben beim ADAC auch der "Aero-Dienst" mit 12 Flugzeugen gehörte, organisierte den Jungen nach Angaben der "Bild-Zeitung" zwei Plätze im ADAC-Rettungsflieger, einem mit Intensivmedizin-Geräten ausgerüsteten Ambulanz-Jet für schwere Notfälle. Als der Verstoß gegen die ADAC-Richtlinien ("Missbrauch von Rettungsgeräten") bekannt wurde, trat die Geschäftsführerin am 20. Februar 2013 vom Management der ADAC-Service-Gesellschaft zurück, heißt es in dem Bericht weiter.

Neue Vorwürfe erhob der "Stern". Wie das Magazin berichtet, wurden die Hubschrauber der ADAC-Luftrettung GmbH nicht nur vom Präsidium des Automobilclubs für Reisen genutzt. Auch die 18 Vorsitzenden der Regionalclubs des ADAC durften mit den gelben Rettungshubschraubern in die Luft gehen. Der ADAC erklärte jetzt, das sei "im Zusammenhang mit der Außendarstellung der Luftrettung" möglich gewesen. "Allerdings nicht, um damit von A nach B zu fliegen", sagte ein Sprecher dem "Stern".

Die ADAC-Führung ist schockiert. "Wir sind von den aktuellen Ereignissen tief betroffen und überzeugt, dass nur ein umfassendes Maßnahmenpaket die Glaubwürdigkeit des ADAC wieder herstellen kann", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. Das Präsidium nehme die Vorwürfe der sehr ernst: "Wir glauben, dass wir nur durch eine grundlegende Reform die aktuellen Schwachstellen beheben können."

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Ralf Loweg (vm) am 29.01.2014, 14:14 Uhr veröffentlicht.