Lars Döhmann (vm) - 21. Januar 2014, 12:51 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Steigende Gefahr durch Auto-Kältemittel R1234yf
Schon der Name des Auto-Kältemittels R1234yf klingt nicht gesund.
In einem Brandtunnel ließen die Tester ein Auto in Flammen aufgehen. Es handelte sich um ein seit Mitte 2013 angebotenes Modell, das zu den zehn meistverkauften Wagen zählt, in denen R1234yf eingesetzt wird. Nachgestellt wurde ein Defekt, der auf eine schadhafte Elektrik, überhitzte Bremsen und Reifen oder als Folge einer Karambolage im Alltag auftreten könnte. Bisherige Sicherheitstests hätten demnach nur untersucht, ob sich unmittelbar ausströmendes R1234yf an heißen Motorteilen entzünde und es dabei zur Fluorwasserstoffbildung komme. Andere Brand- und Unfallszenarien blieben unberücksichtigt.
Da allein in Deutschland bis Ende 2013 fast 100 000 Autos neu zugelassen wurden, die mit dem umstrittenen Kältemittel ausgerüstet sind, warnt die DUH vor den Risiken für Auto-Insassen, Ersthelfern und Rettungskräften. Projektmanager Patrick Huth hält es für unverantwortlich, wenn Politiker und die Hersteller die Augen vor dieser Gefahr verschließen.
Die DUH fordert ein Verbot von R1234yf und spricht sich für den schnellstmöglichen Einsatz des alternativen Kältemittels CO2 aus. Das gilt als sicher und umweltfreundlich, kann aber nicht bei vorhandenen Klimaanlagen eingesetzt werden. Der Einsatz von R1234yf geht auf eine seit Januar 2013 wirksame EU-Vorgabe zurück.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Lars Döhmann (vm) am 21.01.2014, 12:51 Uhr veröffentlicht.
