Thomas Schneider (vm) - 8. Januar 2014, 18:33 Uhr - 4x4 Allrad NEWS
Ex-VW-Manager Goeudevert kritisiert Autobranche
Den Blick nach vorne richten und nicht zurück.
Dieser Lobbyismus sei "eine Katastrophe, weil es dabei nur darum geht, Menschen, die Entscheidungsmacht haben, davon zu überzeugen, in einer bestimmten Interessensrichtung zu entscheiden und nicht sachlich angemessen". Die deutsche Autoindustrie lasse sich vom eigenen Erfolg blenden. In der gehobenen Klasse "haben die deutschen Hersteller Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW fast 90 Prozent des Weltmarktanteils. Und deshalb gibt es in Deutschland eine Verblendung."
Um aber weiter erfolgreich zu sein, müsse sich die deutsche Autoindustrie auf neue Herausforderungen einstellen, sagt Goeudevert. Bisher habe die deutsche Autoindustrie allerdings keine überzeugenden Antworten auf die gesunkene Bedeutung des Autos bei jungen Menschen, auf die Notwendigkeiten, den CO2-Ausstoß radikal zu senken oder die Mobilität in urbanen Räumen neu zu organisieren. "Da ist keine Richtung erkennbar. Die versuchen, die Quadratur des Kreises zu finden. Spaß am Fahren soll unbedingt erhalten bleiben, mehr Leistung, mehr Ausstattung und das Ganze in Verbindung mit ökologischem Denken. Ich fürchte, so findet man keine Lösung."
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Thomas Schneider (vm) am 08.01.2014, 18:33 Uhr veröffentlicht.
