Achim Ritz (vm) - 6. Januar 2014, 15:46 Uhr - 4x4 Allrad RATGEBER
Fahrzeuge sollen denken und lernen
Die Fahrzeuge der Zukunft werden immer intelligenter und damit selbständiger.
Die Experten des Instituts wünschen sich außerdem, dass die Facharbeiter in "der intelligenten Fabrik der Zukunft" direkt mit den Fahrzeugen kommunizieren und ihnen mittels Sprache und Gesten Aufträge erteilen können. "Bring diese Palette zu Regal zwölf, Fach drei", könnte eine der Aufgaben der motorisierten und mitdenkenden Wagen sein.
Das Institut arbeitet in dem Gemeinschaftsprojekt zur Entwicklung von intelligenten Fahrzeugen mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Die Ingenieure in Hannover entwickeln dabei die Sprach- und Gestensteuerung für die Wagen. Damit soll es möglich sein, auf jene Palette zu zeigen, die das Fahrzeug bewegen soll. Das Fahrzeug versteht die Geste und führt den Auftrag aus. Oder dem Fahrzeug wird signalisiert, dass es kommen soll, um den nächsten Auftrag entgegenzunehmen. Die Fachleute haben das Ziel, dass sich das Fahrzeug allein in seiner Umgebung zurechtfinden soll.
Mit der technischen Neuentwicklung erhofft sich die Industrie, in den Lagerhallen Zeit und Geld zu sparen. Bisher können sich fahrerlose Transportfahrzeuge nur auf vorgegebenen Wegen bewegen. Um sich zu bewegen, benötigen sie beispielsweise Führungslinien auf dem Boden oder Magnetsensoren, an denen sie sich orientieren können. Normalerweise ist es deswegen zeitaufwändig und teuer, ein fahrerloses Transportsystem einzurichten.
Wenn es dem Forscherteam gelingt, dass die Fahrzeuge sich markante Punkte im Raum merken und sich annähernd so gut orientieren können wie ein Mensch, werden fahrerlose Transportsysteme nach Ansicht des Instituts künftig auch für kleinere Unternehmen interessant. Bauliche Veränderungen, an denen sich das System orientieren kann, sind dann nicht mehr nötig und die Wagen sollen ohne langwierige Vorbereitung sofort einsatzbereit sein.
Die Wissenschaftler verfolgen bei dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt das Ziel, dass die Vehikel eigenständig ihre Umgebung erfassen und diese wie eine Landkarte speichern. Ständig lernen und flexibel sein sollen die Fahrzeuge ebenfalls. Wenn beispielsweise im Lager umgeräumt und ein Regal zur Seite gerückt wird. Die Wissenschaftler hoffen, die kognitiven Fähigkeiten des Menschen auf Maschinen übertragen zu können.
Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Achim Ritz (vm) am 06.01.2014, 15:46 Uhr veröffentlicht.
