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Der Zahn der Zeit: Wertverlust bei Geländewagen
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Redaktion - 15. April 2016 - 4x4 Allrad NEWS

Der Zahn der Zeit: Wertverlust bei Geländewagen

Vielleicht hat man zu seinem Geländewagen eine etwas engere Beziehung als zu einem normalen Fahrzeug, schließlich hat man off-road schon viel gemeinsam erlebt. Doch auch bei jedem noch so heißgeliebten Auto stellt sich irgendwann die Frage: Sollte ich jetzt das Auto verkaufen?

Vielleicht hat man zu seinem Geländewagen eine etwas engere Beziehung als zu einem normalen Fahrzeug, schließlich hat man off-road schon viel gemeinsam erlebt. Doch auch bei jedem noch so heißgeliebten Auto stellt sich irgendwann die Frage: Sollte ich Auto Wert berechnen lassen?

Anlass für solche Überlegungen ist meistens, dass neue Modellgenerationen bessere Fahreigenschaften besitzen, sparsamer im Verbrauch sind oder für das Fahren im Gelände optimalere technische Voraussetzungen mitbringen. Hier bietet der Umstieg auf einen Neuwagen signifikante Vorteile. Dann ist es Zeit, den aktuellen Wert des Geländewagens zu hinterfragen. Hilfe findet man dabei zum Beispiel auf Jetztautoverkaufen.de. Aber auch wenn der Zeitpunkt des Verkaufs noch in weiter Ferne liegt, kann man einiges beachten, um den unvermeidlichen Wertverlust des Geländewagens zu minimieren.

Der Zustand entscheidet über den aktuellen Restwert

Natürlich gibt es Parameter, auf die man wenig Einfluss hat. Der Wertverlust ist bei den einzelnen Marken beispielsweise durchaus unterschiedlich. Der Preisverfall eines Land Rover Defender oder eines Mercedes der G-Klasse wird bei gleichem Alter und identischer Laufleistung prozentual geringer sein als bei einem Toyota Land Cruiser. Ein Diesel verliert in der Regel weniger an Wert als ein Benziner, eine neutrale Farbe ist wertneutraler als auffallendere Lackierungen, die nur selten gesucht werden. Und die aktuelle Nachfragesituation ist generell eine unbekannte Größe. Hier hilft die Erkenntnis, dass Geduld beim Verkauf den zu erzielenden Preis erhöhen und den Wertverlust geringer halten kann.

Dessen ungeachtet kann der Umgang mit dem Fahrzeug, insbesondere bei Fahrten im Gelände, zur Verringerung des Wertverlusts beitragen. Zunächst sind viele wertmindernde oder werterhaltende Faktoren bei einem Geländewagen nicht anders als bei einem normalen PKW. Dazu gehören die kontinuierliche Wartung, die im Idealfall durch ein lückenlos geführtes Serviceheft belegt werden kann, der optische Eindruck des Lacks und der Abnutzungszustand des Innenraums. Der technische Zustand durch Verschleiß und Beanspruchung der besonderen Bauteile eines Geländewagens wie Differentialsperren, Reduktionsgetriebe oder Freilaufnaben ist aber signifikant abhängig von der individuellen Nutzung.

Werterhaltend fahren ist besonders im Gelände wichtig

Zum Beispiel ist Kuppeln im Gelände immer eine Gratwanderung zwischen zu starker Beanspruchung des Wagens und möglichem Steckenbleiben. Der wohldosierte Umgang mit Kupplung und Getriebe ist hier wie bei keinem anderen Bauteil verschleißmindernd und werterhaltend. Ein zuschaltbarer Allradantrieb sollte ausschließlich anlassbedingt eingesetzt werden und nicht Dauerzustand im Alltag sein.
Auch ein zu niedriger Reifendruck muss zeitnah nach Verlassen des Geländes wieder auf den ursprünglichen Wert aufgefüllt werden. Ein robuster, aber auch extrem beanspruchter Bereich des Geländewagens ist zudem der Unterbodenschutz. Umsichtiges und vorausschauendes Fahren kann hier unnötigen Kontakt mit Geröll und anderen Bodenunebenheiten verringern und das Bauteil schonen.

Es ist jedoch nicht nur die Fahrweise im Gelände, die werterhaltenden Einfluss hat. Auch die unmittelbare Reinigung und Pflege nach der Fahrt ist wichtig. Schlamm und Sand können sich an vielen nicht direkt einsehbaren Stellen gesammelt haben und für eine schleichende Korrosion und schlimmstenfalls für Funktionsstörungen sorgen.

Der Gebrauchtwagenwert eines Geländewagens ist somit sehr stark abhängig von Fahrweise und Fahrstil. Um schonend und werterhaltend zu fahren, ist es hilfreich zu wissen, wie das Getriebe und alle anderen Teile des Antriebs funktionieren. Denn diese sind in einem Off-Road-Fahrzeug wesentlich komplexer als bei nur straßentauglichen Modellen.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto NEWS wurde von Redaktion am 15.04.2016 veröffentlicht.