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Europe Mobile: EU-Neuwagen immer beliebter
@ Didgeman (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
RATGEBER
Redaktion - 14. März 2019 - 4x4 Allrad RATGEBER

Europe Mobile: EU-Neuwagen immer beliebter

Beim Kauf eines Neuwagens kann man Geld sparen, wenn man sich die Eigenheiten des EU-Binnenmarkts zunutze macht. EU-Reimporte werden immer beliebter, aber es gibt auch einige Stolperfallen.

Wenn ein Neuwagen in einem anderen EU-Land auf den Markt kommt, hat er dort mitunter einen günstigeren Preis. Transportiert man das Fahrzeug nach Deutschland, bleibt der Preis bestehen. Ein Autokauf kann so bedeutend günstiger werden als beim Fachhändler an der Ecke. Es kann sich dabei sogar um ein in Deutschland gebautes Auto handeln. Allerdings war das dann vom Hersteller eigentlich für den Verkauf in einem anderen Staat vorgesehen. Beim Reimport nach Deutschland umgeht der Importeur die Preisvorgaben gewissermaßen. Der Vorteil: Innerhalb der EU werden keine Zollgebühren erhoben. Reimporte werden in der Regel beim Neuwagenkauf genutzt. Manchmal gibt es auch Gebrauchtwagenkäufe mit dieser Methode, was aber seltener vorkommt.

Sparen mit EU-Neuwagen

Was viele Autokäufer nicht wissen: Die Neuwagenpreise sind in anderen Ländern der Europäischen Union zum Teil deutlich niedriger als in Deutschland – bis zu 40 Prozent! Die Hauptursache dafür ist die unterschiedliche Besteuerung. In Deutschland beträgt die Mehrwertsteuer generell 19 Prozent, wohingegen sie in Schweden oder Dänemark bei 25 Prozent liegt. Ergänzend dazu kommt in Dänemark noch eine sogenannte Luxussteuer hinzu, die bis zu 180 Prozent betragen kann. Deshalb bieten viele Hersteller ihre Wagen dort zu deutlich niedrigeren Nettopreisen an, da sie nur so überhaupt konkurrenzfähig sein können.
Bei einem Reimport jedoch muss nur die Steuer des Landes gezahlt werden, in dem das Auto am Ende zugelassen wird. Das heißt für einen deutschen Käufer: Die hohen Steuern fallen einfach weg, der günstigere Nettopreis bleibt aber. Als beliebte Länder für Reimporte gelten neben Dänemark, Finnland, den Niederlanden auch Griechenland, Portugal und Spanien.

Die Ausstattung kann abweichen

Wer einen EU-Neuwagen kauft, muss beachten: Andere Länder, andere Ausstattungen. Die Fahrer in Italien haben andere Präferenzen als in Finnland, weshalb Hersteller ihre Ausstattung in bestimmten Punkten anpassen. Zum Beispiel gehört eine elektronische Wegfahrsperre nicht überall zum Standard, wobei sie von deutschen Versicherern aber gefordert wird. Manches liegt auf der Hand: Klimaanlagen sind im Süden Europas fast schon obligatorisch. Im Norden sind sie eher seltener anzutreffen. Dafür ist die Winterfestigkeit skandinavischer Wagen besser. Ein schneller Blick auf die Typenbezeichnung genügt also nicht, denn zentrale Ausstattungsmerkmale können vom deutschen Standard abweichen. Große Bedeutung hat die Einhaltung der Abgasnorm Euro 6, die die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß regelt.

Garantie und Gewährleistung

Viele Kaufinteressenten fragen sich, ob Garantie- und Gewährleistungsansprüche eines ausländischen Wagens in Deutschland geltend gemacht werden können. Die Antwort ist: Ja. Diese Ansprüche gelten in allen Ländern der Union. Deshalb sind Vertragshändler in Deutschland verpflichtet, alle anfallenden Ansprüche zu bearbeiten, unabhängig vom Ursprungsland des Wagens. Wichtig ist jedoch, dass die Papiere des Wagens in Ordnung sind. Insbesondere das Serviceheft ist entscheidend für Gewährleistung und Garantie. In diesem muss das Datum der Auslieferung vermerkt sein, ebenso die Fahrgestellnummer.

EU-Reimport vom Fachhändler

So einen Kauf im Ausland mit Reimport kann der Käufer selbst organisieren. Allerdings sollte er sich dazu genau informieren, denn der Verwaltungsaufwand ist erheblich. Fachhändler für EU Neuwagen wie Europe Mobile und andere haben sich daher als Dienstleister darauf spezialisiert, dem Kunden über die bürokratischen Hürden zu helfen. Die Angebote unterscheiden sich dabei voneinander, weswegen sich ein genauer Vergleich auf alle Fälle lohnt. Beachten sollte man weiterhin grundsätzlich die Herstellergarantie, die meist schon eine Weile vor der eigentlichen Übergabe anläuft. Ein seriöser Händler gibt seinem Kunden hierzu sowie auch zu den Konditionen bezüglich der Zulassung und Versicherung genau Auskunft.
Mit einem EU-Reimport kann man nicht nur Geld sparen. Wer es smart anstellt, kann auch von den unterschiedlichen Ausstattungen profitieren. Ein Vergleich lohnt sich also.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Redaktion am 14.03.2019 veröffentlicht.