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Land Rover Range Rover Sport 3.0 SdV6: Laut ADAC günstigster Wagen der Oberklasse
Range Rover Sport. Foto: Land Rover
RATGEBER
Redaktion - 12. März 2019 - 4x4 Allrad RATGEBER

Land Rover Range Rover Sport 3.0 SdV6: Laut ADAC günstigster Wagen der Oberklasse

Jedes Jahr unterzieht der ADAC Fahrzeuge einem Kostencheck. Der Land Rover Range Rover Sport 3.0 SdV6 konnte in der Oberklasse als Kostensieger überzeugen.

Der ADAC hat in einem groß angelegten Autokostencheck den Oberklassewagen Land Rover Range Rover Sport 3.0 SdV6 zum günstigsten Gefährt seiner Klasse gekürt. Wie dieser Test funktioniert und was das für mögliche Autokäufer bedeutet, was es für Nebenkosten gibt und welche Möglichkeit es gibt, die Kosten für ein Auto möglichst gering zu halten, zeigt dieser Artikel.

Wie teuer ist der Land Rover Range Rover Sport 3.0 SdV6?

Sicher ist, dass der Wagen kein Schnäppchen ist. Sein Grundpreis liegt bei 69.000 Euro, doch erklärt der ADAC in seinem Test genau, dass der tatsächliche Preis eines Fahrzeugs nun einmal nicht nur die Anschaffungskosten sind. Und in der Oberklasse überzeugt der Wagen absolut und liegt deutlich vor seiner Konkurrenz. Ein Überblick:

Sämtliche Kostenpunkte, mit Ausnahme des Gesamtpreises, ergeben sich aus einer angenommenen Haltedauer von fünf Jahren und einer Jahresleistung von 15.000 Kilometern.

Gesamtpreis

Dieser liegt bei 69.000 Euro. Der Wagen bietet 183 kW, verbraucht durchschnittlich 6,9 Liter und nutzt Diesel.

Fixkosten

Im Test gibt der ADAC sie mit 216,00 Euro im Monat an.

Werkstattkosten

Sie wurden im Test auf 179 Euro monatlich gesetzt, wobei die Werte Erfahrungswerte sind.

Betriebskosten

Sie liegen bei 142 Euro monatlich.

Wertverlust

719 Euro verliert der Wagen an Wert. Gesamtkosten pro Monat: 1.256 Euro

Gesamtkosten pro Kilometer

100,5 Cent kostet das Fahrzeug je Kilometer.

Natürlich sind die Angaben für die Werkstattkosten keine festen Beträge auf monatlicher Sicht. Der Wert wurde für den Test auf die gesamte Zeit heruntergerechnet.

Welche Autokosten müssen generell beachtet werden?

Die Anschaffungskosten eines Fahrzeugs sind mit Sicherheit die, die bei den meisten Autokäufern besonders zu Buche schlagen, doch dürfen diese Beträge  niemals in einem Vakuum betrachtet werden. Obwohl der Vergleich in der Kostenhöhe hinkt, lässt sich ein Auto diesbezüglich mit einem Drucker vergleichen. Wer hier einzig auf den Kaufpreis achtet, nicht aber auf die Kosten der Patronen, der zahlt mit Pech für jede Patrone einen Preis, der über dem des eigentlichen Druckers liegt. Daher gilt:

Wertverlust

Dieser ist der wichtigste Punkt bei der Anschaffung. Der Wertverlust entscheidet nämlich darüber, wie gut das jeweilige Fahrzeug nach einer gewissen Zeit verkauft werden kann, beziehungsweise, ob es gewinnbringend verkauft werden kann. Natürlich ließe sich nun sagen, dass dies nur für diejenigen von Interesse ist, die einen Wagen nach wenigen Jahren veräußern. Das ist es jedoch nicht, denn auch die Vollkaskoversicherung greift auf einen um den jeweiligen Wertverlust geminderten Restwert/Wiederbeschaffungswert zurück.

Antrieb

Die Kosten für die jeweiligen Antriebsarten müssen ebenfalls kalkuliert werden. Gerade bei Vielfahrern sind die Benzin- oder Dieselkosten wichtig. Wer sich für ein Elektrofahrzeug interessiert, steht hingegen vor der Entscheidung, ob das Leasing der Batterie sinnvoll ist.

Werkstattkosten

Der ADAC und weitere Autoclubs geben regelmäßig Statistiken heraus, die erklären, wie hoch die Werkstattkosten bei verschiedenen Fahrzeugen über die Jahre gesehen sind. Dies sind Erfahrungswerte und berufen sich beispielsweise darauf, dass bei Modell X durchschnittlich nach vier Jahren die Wasserpumpe gewechselt werden muss. Es ist sinnvoll, vor dem Kauf eines Fahrzeugs zu prüfen, ob das gewünschte Modell bestimmte Schwachstellen besitzt.

Wartungskosten

Das sind die Kosten für Motoröl, Spezialwäschen und sämtliche Gebühren, die regelmäßig für Verbrauchsteile anfallen. Beim Motoröl können die Kosten zum Beispiel dann hoch ausfallen, wenn einzig bestimmte Öle genutzt werden können. Fahrzeuge, die erfahrungsgemäß dazu neigen, regelmäßig neue Lampen oder Zündkerzen zu benötigen, schlagen in diesen Listen auch deutlich durch.

Reifen

Diese sind auch ein Kostenfaktor. Sicherlich hängt der Reifenwechsel von der Fahrleistung ab, doch können Käufer vor dem Kauf schon prüfen, wie teuer die Reifen hinsichtlich der Reifengröße sind.

Hinzu kommen die festen Kosten eines Autohalters, die zu den Pflichtausgaben gehören. TÜV und AU sind gesetzlich festgelegte Termine, die ein Autohalter wahrnehmen muss, da er sonst die Zulassung des Fahrzeugs verliert. Die Liste der TÜV-Kosten ist dabei je nach Einzelfall recht unterschiedlich. Hier kommt es darauf an, ob eventuell noch Dinge repariert oder nachgebessert werden müssen.

Wie lassen sich die Kosten niedrig halten?

Vor dem Kauf eines Fahrzeugs sollten die regelmäßig auftretenden Kosten geprüft werden, denn besondere Abweichungen an dieser Stelle könnten bei einer Unsicherheit für oder gegen ein Modell dazu beitragen, eine andere Entscheidung zu treffen. Dasselbe gilt übrigens für die folgenden Punkte:

Kfz-Versicherung

Auf diese Kosten hat der Halter tatsächlich einen maßgeblichen Einfluss. Nicht nur kann er die Versicherungen vergleichen und somit einen günstigen und guten Tarif finden, er kann auch preislich innerhalb eines Tarifs durch eigene Entscheidungen den Beitrag beeinflussen. Wer einen festen, überdachten Standort für den Wagen, also eine Garage oder auch einen Carport, angibt, zahlt bei den Kaskoversicherungen weniger. Dasselbe gilt für Halter, die junge Fahrer oder Fremdfahrer aus der Versicherung ausschließen. Achtung: Wird dies gemacht, darf der Wagen wahlweise nicht mehr von Personen unter einem bestimmten Alter oder überhaupt nicht von anderen Fahrern gefahren werden.

Kfz-Steuer

Es ist ratsam, vor dem Kauf zu prüfen, wie hoch die Steuer ausfallen würde. Von der Kfz-Steuer sind übrigens keine Fahrzeuge mehr befreit, es sei denn, es handelt sich um ein E-Auto. Diese werden bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer ausgenommen.

Bedarf

Letztendlich entscheidet auch der eigentliche Bedarf über die Kosten eines Fahrzeugs. Hand aufs Herz: Die meisten Autos dürften eine Nummer kleiner sein. Ist das Auto schon vorhanden, tragen Nutzung und Fahrweise zur Kostenregulierung bei.

Fazit – niemals den Kaufpreis isoliert betrachten

Es ist verständlich, dass die meisten Autokäufer hingehen und Fahrzeuge nur anhand der Kaufkosten miteinander vergleichen. Leider birgt diese Vorgehensweise jedoch Gefahren, denn sind die dauerhaften Kosten des Fahrzeugs hoch, geht die Freude am Wagen schnell verloren. Daher kann einzig dazu geraten werden, vor dem Kauf einmal zu prüfen, ob es für den Wunschwagen schon einen Test gibt. Wie viel kostet der Wagen durchschnittlich im Monat und je Kilometer? Wie wertstabil ist er? Gibt es schon Erfahrungen bezüglich der Wiederverkäuflichkeit oder ist das eventuell sogar einer der Wagen, die beim besten Willen nicht mehr verkauft werden können?

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Redaktion am 12.03.2019 veröffentlicht.