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Diebstahlschutz mittels Fahrzeugortung
@ DariuszSankowski (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
RATGEBER
Redaktion - 7. Februar 2019 - 4x4 Allrad RATGEBER

Diebstahlschutz mittels Fahrzeugortung

Die GPS-Fahrzeugortung wird heute vor allem im Bereich der Logistik bzw. des Fuhrparkmanagements eingesetzt. Dabei eignet sich diese Technologie nicht nur dafür, die Effizienz einer Fahrzeugflotte zu steigern, sondern auch als Diebstahlschutz.

In Zeiten, in denen die Tatbegehungsweisen der Diebe immer raffinierter werden und technologisch gleichsam auf dem neuesten Stand sind, muss auch beim Diebstahlschutz auf neueste Technologien gesetzt werden. In diesem Artikel zeigen wir auf, warum eine GPS-gestützte Fahrzeugortung im Falle eines Diebstahls sinnvoll sein kann.   

Hoher Professionalisierungsgrad der Tätergruppen bei Kfz-Diebstählen

Das Bundeslagebild »Kfz-Kriminalität« des Bundeskriminalamtes (BKA) von 2017 zeigt deutlich, dass Tätergruppen im Bereich von Kfz-Diebstählen immer professionalisierter werden und ihre Strategien und Vorgehensweisen an die neusten technologischen Entwicklungen anpassen. So sind sie beispielsweise in der Lage, das sogenannte »Keyless-Entry-System« zu manipulieren. Sie nutzen dabei bestimmte elektronische Instrumente, um den Fahrzeugschlüssel eines zu entwendenden Fahrzeugs zu simulieren. Die Fahrzeuge werden dann zumeist nach Osteuropa und von dort aus gar bis nach Zentralasien gebracht. Das BKA berichtet von zum Teil „netzwerkähnlich organisierten Strukturen“. Durch die Überwindung elektronischer Sicherheitsvorkehrungen werden gestohlene Fahrzeugteile außerdem auch in gängigen Internetportalen angeboten. 

Um den kriminellen Diebesbanden stets einen Schritt voraus sein zu können, muss somit auch im Bereich der Fahrzeugsicherheit notwendig auf neueste Technologien zurückgegriffen werden. So sollen laut BKA einige Fahrzeughersteller bereits erste Gegenmaßnahmen hinsichtlich der Keyless-Entry-Manipulationen ergriffen haben. Das nächste Bundeslagebild zur Kfz-Kriminalität wird zeigen, inwiefern sich diese bewährt haben oder nicht. Eine weitere Möglichkeit, die Kfz-Kriminalität einzudämmen, besteht darin, Fahrzeugortungssysteme zur Nachverfolgung und Sicherstellung entwendeter Fahrzeuge oder aber zur Alarmierung im Falle eines Diebstahls zu nutzen. Aufgrund des Erfolgs dieser Systeme bieten einige Versicherungen gar einen kostenlosen Einbau von Ortungsmodulen und damit verbunden eine Verringerung der Kaskoprämie an.

Der Einsatz von Ortungssystemen scheint also nicht nur aufgrund der Schutzfunktion, sondern auch aus versicherungstechnischen Gründen sinnvoll zu sein. Lohnenswert ist der Einbau freilich insbesondere bei Fahrzeugen höherer Preisklassen, denn diese sind nicht nur versicherungstechnisch teuer, sondern werden schlichtweg auch am häufigsten entwendet.

Wie funktioniert der Diebstahlschutz mittels Fahrzeugortung?

Genau genommen kann der Einbau eines Systems zur Fahrzeugortung nur begrenzt als tatsächlicher Diebstahlschutz gelten. Zwar können mit dessen Hilfe durchaus Diebstahlversuche frühzeitig unterbunden werden, doch vermag er nicht definitiv vor einem Diebstahl zu schützen. Die große Stärke von Ortungssystemen besteht somit auch und vor allem darin, gestohlene Fahrzeuge rasch wiederzufinden und sicherzustellen.

Die Systeme an sich sind ziemlich einfach strukturiert: Im Fahrzeug wird ein Sender verbaut, der GPS-Daten aufzeichnet und - man lese und staune - sendet; der Fahrzeughalter erhält einen Empfänger und zumeist auch eine entsprechende Software zur Auswertung der empfangenen Ortungsdaten. Die sogenannten Tracker, die in den Fahrzeugen verbaut werden, sollten eine sehr gute Sendequalität besitzen und über einen eigenen Akku verfügen, damit sie auch dann, wenn Diebe etwa die Autobatterie abklemmen, weiterhin Positionsdaten senden können. Zudem ist es wichtig, die Sender versteckt einzubauen.

Am ehesten als Diebstahlschutz kann insbesondere das sogenannte »Geofencing« gelten. Hier können bestimmte geographische Zonen definiert werden, die ein Fahrzeug nicht verlassen darf. Tut es dies doch, so wird umgehend Alarm ausgelöst, indem eine SMS oder eine E-Mail mit Uhrzeit und Positionsdaten an den Fahrzeughalter gesendet wird. Die Polizei kann dann die Fahrzeuge recht zügig lokalisieren und sicherstellen - selbst dann, wenn diese in einer Halle oder anderen geschlossenen Räumen untergebracht werden. Allerdings bedarf es hierfür eines sehr guten Ortungssystems mit hervorragenden Sendeeigenschaften.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto RATGEBER wurde von Redaktion am 07.02.2019 veröffentlicht.