Fahrbericht VW California 4MOTION: Mit neuem Allradantrieb noch sicherer unterwegs

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VW California 4MOTION
2010-03-01 | Tausende von Urlaubern und Globetrottern waren in den 50er- und 60er-Jahren mit dem inzwischen legendären VW Bulli in aller Welt unterwegs. Ein Auto, mit dem man – bis auf eingefleischte Bulli-Jünger – heute nur noch ungern von Hamburg nach Rimini fahren, geschweige denn, darin auch übernachten würde. Muss man auch nicht mehr, da der Bulli im Multivan einen zeitgemäßen Nachfolger gefunden hat und den Globetrottern im Reisemobil California eine stressfreie Alternative zur Verfügung steht.

Und dies seit etlichen Jahren auch in einer Allradversion, die jetzt nach der Einführung der überarbeiteten fünften Generation der Transporter-Baureihe, zu der die verschiedenen Transporter, der Multivan, der Caravelle und eben auch der California gehören, ihre Offroad-Eigenschaften nochmals verbessert hat. Statt des bisherigen mechanisch geregelten Haldex2-Moduls verfügt der 4MOTION-Antrieb, wie er seit 2003 bei VW heißt, nun über eine elektronische Steuerung.

Das senkt nicht nur den Verbrauch, sondern macht – je nach Traktionsbedarf – eine Drehmomentverteilung von bis zu 100 Prozent an die Hinterachse möglich. Wie feinfühlig das System arbeitet, lässt sich allein daran erkennen, dass die Steuerelektronik fast 40 verschiedene Signale berücksichtigt. Davon profitiert man auch im normalen Fahrbetrieb, bei dem die Vorderräder etwa 90 Prozent der Vortriebsarbeit übernehmen.

So fungieren zum Beispiel die Radsensoren bei ansatzweisem Schlupf der Vorderräder als Signalgeber, woraufhin vorsorglich Antriebsmoment an die Hinterachse abgegeben wird. Beste Voraussetzungen also, um nicht nur schwierige Aufgaben bei Eis und Schnee, sondern auch auf schlammigem Untergrund noch souveräner als bislang zu meistern.

Für den Vortrieb sorgt ein 2,0-Liter-Turbodiesel-Triebwerk mit 103 kW/140 PS mit einem bereits ab 1.750 Umdrehungen anliegenden Drehmoment von 340 Newtonmetern. Das reicht für mehr als ausreichenden Vorschub, sodass der Sprint von null auf 100 km/h in 9,5 Sekunden absolviert werden kann und die Höchstgeschwindigkeit 170 km/h beträgt.

Wichtiger jedoch ist das persönliche Empfinden, dass man im California nicht nur flott vorankommen kann, sondern dank eines komfortablen Fahrwerks mit Mc-Pherson-Ferderbeinen vorn und einer Schräglenker-Achse mit Miniblock-Federn und separaten Stoßdämpfern hinten auch bei flotter Kurvenfahrt ein souveränes Sicherheitsgefühl hat. (auto-reporter.net./Hans H. Grassmann)
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