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Renntechnolgie steckt auch in Ihrem Fahrzeug
Bild: Porsche
SPECIALS
Redaktion - 13. Mai 2018 - 4x4 Allrad SPECIALS

Renntechnolgie steckt auch in Ihrem Fahrzeug

Ob Formel 1, DTM oder NASCAR, die Popularität von Autorennen ist nach wie vor ungebrochen.

Ob Formel 1, DTM oder NASCAR, die Popularität von Autorennen ist nach wie vor ungebrochen. Und auch wenn wir in unser privates Fahrzeug einsteigen, sei es ein normaler Mittelklasse- oder ein hochmotorisierter Sportwagen, bleibt der Spaß bestehen. Das liegt auch daran, dass gewöhnliche PKWs viel mehr mit den hochentwickelten Rennautos gemein haben, als man annimmt. Und wir sprechen hier nicht von Autos mit Extra-Tunings oder Safety Cars. Nein, die Rede ist von ganz normalen Autos ab Werk.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die verschiedenen Rennställe seit jeher versucht haben, die schnellsten und leistungsfähigsten Autos zu bauen. Dazu buhlen sie um die Gunst der besten Designer und Ingenieure. Und wenn diese Genies einen Durchbruch erzielen, hat das beinahe auch immer Auswirkungen auf Serienfahrzeuge. Aus diesem Grund hat die Renntechnik seit jeher einen großen Einfluss auf unsere Every-Day-Cars – vom grundlegenden Motordesign über die Position der Zündung bis hin zum Rückspiegel. Wie sie im folgenden Text erfahren werden, müssen sie nicht viel weiter als bis zu ihrem Parkplatz gehen, um etwas Flair von den Rennboliden dieser Welt zu spüren. Um mehr darüber zu erfahren, welche Renntechnologien in ihrem Auto stecken, lesen Sie einfach weiter.

Übertragung

Während andernorts das Automatikgetriebe ohnehin in den meisten PKWs verbaut ist, wird dies auch in Deutschland zunehmend populärer. Rennfahrer wollen selbstredend die Kontrolle darüber, den Kraftfluss vom Motor zu den Rädern zu steuern und gebrauchen daher ein manuelles Getriebe. Doch der manuelle Prozess kann zu langsam und anfällig für menschliche Fehler sein. Abhilfe schaffen zwei Varianten: Direct-Shift-Getriebe, wie sie auch VW unter anderem im neuen T-Roc verwendet, und kupplungslose Schaltgetriebe. Beide Getriebearten haben ihren Ursprung im Rennsport. Sie ermöglichen es dem Fahrer schnell zu schalten und sicherzustellen, dass er den richtigen Gang schaltet. Das DSG arbeitet dabei mit zwei Übertragungen. Eine wählt die ungeraden nummerierten Zahnräder und die andere wählt die geradzahligen Zahnräder. Da es zwei Getriebe gibt, ist der nächste benötigte Gang immer verfügbar, was das DSG schneller macht als ein gewöhnliches manuelles Getriebe. DSGs benötigen auch kein Kupplungspedal, wodurch sie schneller und einfacher zu schalten und somit weniger anfälliger für Fahrfehler sind.

In ähnlicher Weise übernehmen Automatikgetriebe mit einem manuellen Modus die Idee der Motorsteuerung ohne ein Kupplungspedal und sequentielles Schalten. Diese Systeme werden immer häufiger in PKWs mit Automatikgetrieben verbaut. Sie sind allerdings nicht so schnell wie DSGs. Im Grunde handelt es sich um Automatikgetriebe, bei denen der Fahrer auswählen kann, wann das Fahrzeug die Gänge wechselt, aber der Fahrer muss dabei kein Kupplungspedal betätigen. Ähnlich wie Renngetriebe, ermöglichen diese Systeme dem Fahrer nur in Reihe zu schalten. Bei einem Schaltgetriebe kann der Fahrer hingegen die Gangschaltung entweder absichtlich oder versehentlich zum Beispiel vom ersten in den dritten Gang betätigen. Das ist freilich ein kleineres Desaster und mindert die Fahreffizienz immens.

Zündung

Das hier ist keine Aufforderung, dass sie einen Porsche klauen sollten. Aber wenn doch, hier ein kleiner Tipp: Die Zündung befindet sich auf der linken Seite des Lenkrads. Für die meisten Menschen ist das ungewohnt. Aber ob Porsche 911, Cayenne oder Boxer, das Zündschloss ist stets links und eine Anspielung auf Porsches Rennfahrer-Erbe. Im Rennsport zählt bekanntermaßen jede Sekunde. Mit einer Zündung auf der linken Seite können die Fahrer das Auto starten und fast gleichzeitig in den ersten Gang schalten, dadurch kommen sie schneller als die Konkurrenz in Fahrt.

Aber was noch schneller ist, als einen Schlüssel zu drehen, ist es einfach nur einen Knopf zu drücken. Eine Reihe von Serienautos verwenden diese Technologie bereits, die ebenfalls ihren Ursprung im Rennsport hat. Dabei kommuniziert der Schlüssel mit dem Auto. Wenn jemand den Schlüssel bei sich trägt und sich dem Auto nähert, werden die Autotüren angewiesen sich zu entriegeln und Sie müssen nicht mehr mit dem Schlüssel herumfummeln. Wenn das Fahrzeug erkennt, dass sich der Fahrer im Auto befindet, wird der Knopf aktiviert und das Auto kann per Knopfdruck gestartet werden. Ähnlich funktioniert dies auch bei den meisten Rennwagen.

Federung

In der Regel werden Sie nicht viele Gedanken über die Federung Ihres Autos verschwenden, es sei denn Sie fahren gerade über ein Schlagloch. Aber genau dieser Bereich wurde beinahe 1-zu-1 von der Renntechnologie in Serienfahrzeugen übernommen. Im Autorennsport ist es am besten, wenn alle vier Reifen Kontakt zur Straße halten. Besonders im Großen Preis von Monte Carlo ist eine gute Federung wichtig. Die Strecke ist sehr eng gehalten und das richtige Feintuning, um über die Kerbs zu kommen, ist essentiell. Durch den hohen Schwierigkeitsgrad der Strecke konnte sich die Stadt neben ihrem von der Casino-Seite Betway beschriebenen Ruf für gehobenen Lebensstil und luxuriöse Casinos auch als eine der Formel 1 Kronen durchsetzen. Und was durch die Häuserschluchten beim Grand Prix in Monte Carlo funktioniert, kann auch für das normale Auto nicht verkehrt sein. Das macht das Auto stabiler und sorgt dafür, dass die ganze Kraft die der Motor erzeugt dazu beiträgt, dass das Auto fortbewegt wird.

Wie die meisten Serienautos verwenden auch Rennwagen unabhängige Aufhängungen. Diese Aufhängungen erlauben es jedem Rad, sich zu bewegen, ohne dabei jedoch die Bewegung der anderen Räder zu beeinflussen. Formel-1-Boliden verwenden zum Beispiel Mehrlenker-Federungen. Mit ihrerer Einführung hat sich die Sicherheit in den 1990er und 2000er Jahren erheblich verbessert. Diese wird auch in vielen Serienfahrzeugen verbaut. Aber die Einstellung unterscheiden sich freilich. Während die Federung einen Rennwagen in der Kurve stabil halten, da mehr Kraft einwirkt als in einem Serienauto. Also bevor Sie losfahren und Ihre Federung so einstellen, wie die eines Rennwagens, denken Sie daran, dass Ihr Auto spezielle Einstellungen hat, die Komfort und Leistung in Einklang bringen. Komfort kommt für die meisten Rennwagen natürlich nicht in Frage.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto SPECIALS wurde von Redaktion am 13.05.2018 veröffentlicht.