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Wie viel Gelände steckt noch in den Pickups?
Ssangyong Musso. Foto: Ssangyong
SPECIALS
Redaktion - 19. April 2018 - 4x4 Allrad SPECIALS

Wie viel Gelände steckt noch in den Pickups?

Immer wieder flammen hierzulande Diskussionen über den Sinn und Nutzen von Pickups und Geländewagen auf.

Immer wieder flammen hierzulande Diskussionen über den Sinn und Nutzen von Pickups und Geländewagen auf. Tatsächlich sind viele Käufer weit davon entfernt, ein solches Fahrzeug tatsächlich zu benötigen. Für den Weg in die Innenstadt handelt es sich manchmal ohnehin um ein eher unpraktisches Anhängsel. Doch legen die Hersteller überhaupt noch Wert darauf, die funktionelle Seite der Fahrzeuge zu betonen?

Ein kleiner Blick in die Werbung genügt, um in diesem Punkt eine klare Antwort zu finden. Geht es darum, einen Pickup oder Geländewagen zu bewerben, so darf eine raue und schroffe Umgebung nicht fehlen. Das Fahrzeug selbst muss sich in den Darstellungen folglich immer wieder mit steilen Anstiegen, Gestein, Matsch und Dreck auseinandersetzen. Auf der Seite der Kunden wird dadurch das Gefühl geweckt, in eine ganz besondere Art des Autofahrens zu investieren, die in der Praxis jedoch sehr zur Ausnahme geworden ist. Spezielle Veranstaltungen ausgenommen bietet sich kaum einem Fahrer je die Chance, das Fahrzeug an seine Grenzen zu bringen. Gleichsam lassen sich diese noch nach oben verschieben. Die Fahrwerkshöherlegung am Ford Ranger bietet zum Beispiel die Gelegenheit, praktisch jedes Gelände zu befahren und dabei im Fahrzeug selbst einen hohen Komfort zu genießen.

Ein Fahrzeug, das nicht an seine Grenzen kommt

Tatsächlich lässt sich nicht leugnen, dass die Gelegenheiten, einen Pickup an seine Grenzen zu bringen, in Deutschland rar sind. Besonders in asiatischen Ländern, in denen Pickups nach wie vor eine wichtige Rolle im Straßenverkehr zukommt, gestaltet sich die Situation anders. Hier sind viele Menschen darauf angewiesen, den Pickup als allgemeines Transportmittel zu nutzen, um im Alltag freier agieren zu können. Auch die Straßen sind in vielen Gebieten noch nicht flächendeckend geteert, sondern von Löchern und Unebenheiten durchsetzt. Hier kann von einem klaren Nutzen gesprochen werden, in einen Pickup zu investieren. Dass sich die Verkaufszahlen in der letzten Zeit auch in Deutschland noch einmal in die Höhe schraubten, hat wohl insbesondere mit einer Image-Kampagne zu tun. Die Hersteller versuchen in diesen Tagen vermehrt, die Vorteile der Pickups in den Vordergrund zu rücken. So wild die Werbung auf diese Art und Weise gestaltet ist, so harmlos bleibt in der Regel der Alltag.

Natürliche Beweggründe

Für Enthusiasten, die bei den großen Karosserien mit leistungsstarken Motoren ins Schwärmen kommen, spricht dennoch nichts dagegen, über den Kauf nachzudenken. Einerseits ist es den Herstellern gelungen, die Effizienz der Fahrzeuge im Rahmen der nicht veränderlichen Komponenten zu verbessern. Davon profitierte im längerfristigen Einsatz auch das bessere Verhältnis von Preis und Leistung. Lediglich die steuerliche Belastung ist nach wie vor höher und muss von den Käufern in Kauf genommen werden, wenn sie sich für den Erwerb eines Wagens entscheiden.
Die Pickups selbst scheinen in Deutschland noch nicht an ihrem Zenit angekommen zu sein. Unter die vielen klassischen Modellen, die wie der Ford Ranger bereits seit den 1980er Jahren immer wieder neu aufgelegt werden, mischen sich inzwischen neue Kreationen. Die Mercedes X-Klasse sorgte im Jahr 2017 für großes Aufsehen, da sie das Bild der Marke Mercedes-Benz in den Köpfen vieler Menschen stark wandelte. Diese Verantwortlichen scheinen zumindest gewiss, dass Pickups auch auf den Straßen der Zukunft eine Rolle spielen werden.

Dieser Artikel aus der Kategorie 4x4 Allrad Auto SPECIALS wurde von Redaktion am 19.04.2018 veröffentlicht.